Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz: Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Murgtal laden zum Dialog über den Hitzeaktionsplan Gaggenau ein

Um den drängenden kommunalen Handlungsbedarf beim Hitzeschutz öffentlich zu thematisieren und konkret zur Diskussion zu stellen, veranstaltet der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen am 5. September einen Infostand in der Gaggenauer Fußgängerzone (09:00 bis maximal 13:00 Uhr).

Angesichts der zunehmenden Häufung und Intensität von Hitzewellen, die nicht nur eine ökologische Herausforderung darstellen, sondern unmittelbar die der Gaggenauer Bürgerinnen und Bürger bedrohen, mahnt der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen eine beschleunigte Umsetzung des auf Initiative der Grünen Fraktion im Gemeinderat verabschiedeten Hitzeaktionsplans an. Während die Auswirkungen der Klimakrise auch im Alltag bereits spürbar sind, erfordert gerade die schutzwürdige Lebenssituation insbesondere älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie von Kindern ein proaktives Handeln der Stadtverwaltung.

„Die Erarbeitung eines Hitzeaktionsplans darf kein rein bürokratischer Akt bleiben, der in den Schubladen des Rathauses verbleibt, vielmehr muss die Stadt Gaggenau im Sinne des gesundheitlichen Vorsorgeprinzips sehr rasch in die weitere konkrete Umsetzungsphase übergehen,“ erklärt Beate Benning-Gross, Sprecherin des Ortsverbandes. „Unser Infostand am 5. September dient dazu, genau diese Forderung nach konkreter Umsetzung zu untermauern: Wir fordern, dass die im Rahmen des Hitzeaktionsplans abgefassten Maßnahmen – wie die Schaffung von öffentlich zugänglichen Kälteräumen und die Aufstellung von weiteren Trinkwasserspendern an öffentlichen Plätzen sowie die Einrichtung von Nachbarschaftsnetzwerken und Kälteräumen, zwingend in den nächsten Haushalt eingestellt werden, um auch bei nun erwartbar wiederkehrenden Wetterextremen handlungsfähig zu bleiben.“

Kritisch zu sehen ist auch die anhaltende Flächenversiegelung, die lokale Wärme-Inseleffekte in der Stadt verstärkt. Gemäß den Landesvorgaben zur Klimaresilienz müssen städtebauliche Planungen konsequent an der Hitzeprävention ausgerichtet werden – dies umfasst die Sicherung von Kaltluftschneisen, mehr Verschattung durch klimagerechte Bepflanzung sowie eine strikte Entsiegelungspflicht bei Bauvorhaben.

„Wir müssen den öffentlichen Raum als gesundheitsfördernde Infrastruktur sowie als kritische Infrastruktur begreifen“, ergänzt Wolfgang Nießen, Mitglied der Gaggenauer Gemeinderatsfraktion, „und in diesem Zusammenhang müssen die Auswirkungen jeder kommunalen Entscheidung auf den Hitzeschutz und somit auf den Gesundheitsschutz der Bürger und Bürgerinnen zwingend schon in den Planungshasen mitgedacht werden.“

„Diese Maßnahmen erfordern Unterstützung und breite Akzeptanz von Seiten der betroffenen Bevölkerung. Daher laden wir alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, am Infostand in der Fußgängerzone mit uns über effektiven Hitzeschutz, wie zum Beispiel die Errichtung von Mikro-Wäldern an den richtigen Stellen, als zentrale Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge zu diskutieren. “ So Eric Peplau, Sprecher der Grünen Fraktion im Gemeinderat.

Artikel kommentieren

Artikel kommentieren