Ein Abend des Zuhörens, des Austauschs und der Zuversicht

Am 16.01.2026 lud der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen Lichtenau zum Neujahrsempfang in die Kaffeestube des Heimatmuseums ein. Nach dem gelungenen Auftakt im Jahr 2025 war es bereits der zweite Neujahrsempfang der Lichtenauer Grünen – und erneut ein Abend, der bewusst auf Nähe, Dialog und Miteinander setzte.

In politisch und gesellschaftlich herausfordernden Zeiten, geprägt von Spaltungen, Bedrohungen von außen und innen sowie zunehmender Verunsicherung, wollten die Veranstalter einen Raum schaffen, in dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen und im Gespräch bleiben können.

Entsprechend verzichteten die beiden Ortsverbandssprecher Dr. Katrin Korth und Jürgen Wäldele bewusst auf ein klassisches Veranstaltungsformat mit langen Ansprachen. Stattdessen war der Neujahrsempfang ein offenes Zusammentreffen – mit Raum für persönliche Gespräche, Austausch und neue Impulse. Bürgerinnen und Bürger, Gemeinderäte, Gewerbetreibende und Vereinsvertreter, Mitglieder der Grünen und politisch Interessierte nutzten diese Gelegenheit in entspannter Atmosphäre.

Rund 45 Gäste folgten der Einladung. Inhaltlich ging es um Chancen, Ideen und frische Perspektiven für Lichtenau und Baden-Württemberg. Kurze inhaltliche Impulse aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln bestimmten die Themen des Abends: Die Vorstände des neu gegründeten Gewerbevereins Lichtenau, Grazio Italiano und Giuseppe Notaratigo, stellten ihre Ideen für ein attraktives und lebendiges Lichtenau vor. Herbert Schön vom NABU berichtete über mehr als 40 Jahre engagierten Naturschutz in der Region. Dr. Joachim Heck, hiesiger Landtagskandidat der Grünen, sprach über die Bedeutung von Wertschätzung für gesellschaftliches Engagement.

Die Themen, die in Gesprächen immer wieder aufkamen, waren vielfältig: Klima- und Naturschutz, klimaangepasste, naturnahe Gärten und städtische Grünflächen, der Wandel von Gewerbe, Handel und Industrie, Herausforderungen in der ärztlichen Versorgung, gutes Leben im Alter, Radverkehr sowie Bildungsgerechtigkeit. Einig waren sich viele Anwesende darin, dass diese Aufgaben nur gemeinsam zu bewältigen sind – durch gute Vernetzung, gegenseitiges Verständnis und Willen und Lust zur Zusammenarbeit.

Gerade diese Vielfalt der Themen und Gäste machte den Abend besonders. Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen, Erfahrungen und Perspektiven fanden eine gemeinsame Plattform für Austausch und gegenseitiges Zuhören. „Es hat uns sehr gefreut zu sehen, wie offen, respektvoll und interessiert die Gespräche verliefen“, sagte Dr. Katrin Korth, Sprecherin des Ortsverbandes, der Zeitung gegenüber. „Der große Zuspruch zeigt, wie wichtig solche Orte des Dialogs gerade jetzt sind.“

In der warmen Atmosphäre der gut geheizten Kaffeestube entstanden neue Kontakte und viele ermutigende Gespräche, die noch lange nachwirkten. Die Spendeneinnahmen des Abends kommen dem Heimatverein Lichtenau zugute.

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